Auf dem Filmset mit Fellini: Ein Blick auf die herausragenden Fotos von Mary Ellen Mark

30-05-2015 14:03:36 Autor:   Jessica Kneipp Kategorien:   Kultur , TV & Kino

Mit dem Tod der 75-jährigen Mary Ellen Mark in den USA hat die Welt der Fotografie eine großartige Fotojournalistin verloren. Den Meisten ist sie durch ihre journalistische Arbeit bekannt, dabei war sie auch in den Bereichen Porträtfotografie, Werbung und zudem noch als eine Studiofotografin bei Filmdrehs tätig. So bin ich durch ihre Szenenfotos für Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ auf sie gestoßen. Ihren Arbeitsstil beschrieben viele als „weg vom Mainstream, hin zum Rand der Gesellschaft, wo das Leid groß ist .“

Frederico Fellini. (Screenshot/YouTube)

Mary Ellen Marks Fotos wurden in Galerien und Museen auf der ganzen Welt ausgestellt. Sie hat 18 ihrer Kollektionen veröffentlicht, darunter „Indian Circus“, „Twins“ und „Streetwise.“

Vom „George Eastman House“ hat sie einen Preis für ihr Lebenswerk in Fotografie bekommen, sie wurde von der „World Photography Organisation“ mit dem Outstanding Contribution Photography Award geehrt, und die Liste geht weiter und weiter…

Mary Ellen Mark, 20. März 1940 – 25. Mai 2015. (Screenshot/YouTube)

 Im dem oberen Video von Criterion Collection spricht sie über ihre Tage als Studiofotografin bei Filmdrehs und auch darüber, wie es war, Federico Fellini beim Dreh seines Filmes „Satyricon“ im Jahre 1969 zu fotografieren.

Es ist ein wahrer Genuss, ihr zuzuhören, wenn sie über ihren Arbeitsstil erzählt. Sie kommt mir als sehr bescheiden und einfühlsam vor. Ich denke, dass gute Fotojournalisten und -journalistinnen unsichtbar sein sollten, aber gleichzeitig sollten sie Geduld haben und die Bereitschaft aufweisen, ihr Motiv zu verstehen. Mary Ellen hatte diese Eigenschaften.

Mary Ellen Mark zeigt Fellini so, wie er von keinem Anderen zuvor fotografiert wurde.

Hier sind einige Bilder, die sie beim Filmdreh von „Satyricon“ geschossen hat.

 

Frederico Fellini war ein Charaktertyp, den man schwer beim Fotografieren übersehen konnte. (Screenshot/YouTube)
Schauspieler beim Filmdreh von „Satyricon“ in Rom, 1969. (Screenshot/YouTube)
Mary Ellen hatte bei dieser Arbeit noch nicht so viel Erfahrung, deswegen gibt es bei einigen ihrer Fotos noch Ränder. (Screenshot/YouTube)
Sie hatte freien Zugang zu der Arbeit hinter den Kulissen und damals waren die Menschen noch nicht so paranoid. (Screenshot/YouTube)
Mary Ellen: „Zum Glück hat er mich nie angeschrien. Manchmal schrie er aber, um Energie aufzubauen.“ (Screenshot/YouTube)
Fellini während eines Moments der Ruhe beim Set. (Screenshot/YouTube)
Kontaktkopie. (Screenshot/YouTube)
Fellini war ein unglaubliches Fotomotiv, denn er war größer als das Leben (Screenshot/YouTube)
Mary Ellen versuchte immer, den wahren Stil des Regisseurs einzufangen. (Screenshot/YouTube)
Sie konnte die Arbeit an Filmsets wie eine Dokumentarfotografin betrachten. (Screenshot/YouTube)

Wir sind alle traurig, dass du nicht mehr unter uns weilst, Mary Ellen Mark. 

 

 

LIKE uns auFacebook, oder folge uns auf  Twitter.