Woher bezieht China Tausende von Organen angesichts der nur wenigen freiwilligen Spender?

17-09-2016 01:29:00 Autor:   Visiontimes Kategorien:   Menschenrechte , Politik , Wirtschaft

Die Menschen fragten die Experten für Organtransplantationen aus China: "Woher kommen die Organe?" "Woher werden sie bezogen?" (Bild: Global Panorama via flickr / CC BY-SA 2.0)

Kürzlich wurde ein internationaler Transplantations-Kongress in Hongkong abgehalten. Auf dem Kongress rühmte sich die VR China seiner Errungenschaften der letzten 20 Jahre im Bereich der Organtransplantation. Sie schickte über 53 Ärzte mit ihren Dokumenten über neue Techniken und Errungenschaften zum Kongress.

Jedoch macht die hohe Anzahl an durchgeführten Organtransplantationen von Nieren, Lungen, Leber, usw. viele Menschen nachdenklich, denn das Organspendesystem der VR China ist noch sehr jung. Außerdem hat die Bevölkerung Chinas, kulturell bedingt, seit jeher eine Abneigung gegen das Organspenden. Daher werden den Transplantations-Experten aus China wichtige Fragen gestellt: „Woher kommen die Organe?“ „Woher werden sie bezogen?“ 

Werden etwa Organe von Hingerichteten oder gar von politischen Häftlingen genommen? Die Transplantationsgesellschaft (TTS) als Veranstalter des Kongresses lehnt die Verwendung von Organen von hingerichteten Gefangenen zu Transplantationszwecken laut einer Resolution ab, weil es unmenschlich und unmoralisch ist, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Gefangenen ihrer Organe wegen getötet werden oder einer Organentnahme nicht oder nur unter Druck zugestimmt haben.

Nach intensiven Untersuchungen und unter Berücksichtigung staatlicher Zahlen sind es laut Experten zwischen 60.000 und 100.000 Transplantationen pro Jahr, die seit dem Jahr 2000 in der VR China durchgeführt werden.

Die VR China vollstrecken schätzungsweise zwischen 2.000 und 10.000 Hinrichtungen pro Jahr. Das heißt, die Organe der Hingerichteten können nicht die einzige Organquelle sein, um die hohe Anzahl an Transplantationen zu erklären, die sie in ihren medizinischen Dokumenten veröffentlichen.

Die chinesischen Transplantations-Experten zeigen sich auf dem Kongress stolz, weil sie mittlerweile so viele Transplantationen jährlich durchführen können, wie kein anderes Land außer den USA die weltweit Platz eins belegen. Allerdings sind in den USA 108 von 240 Millionen amerikanischen Erwachsenen registrierte Spender (Stand: 2012, Quelle: Donate Life America). In der VR China hingegen steht die Bevölkerung Chinas kulturell bedingt dem Spenden von Körperteilen ablehnend gegenüber. Daher sind nur wenige Menschen bereit, ihre Organe zu spenden.

Es ist wider den chinesischen Traditionen, einem Menschen, der im Sterben liegt, Organe zu entnehmen. Traditionell muss der Körper vollständig sein, wenn er verbrannt oder beerdigt wird. Deshalb gibt es nur wenige freiwillige Organspender. Gemäß der Statistik der Regierung gab es bis 2001 ungefähr 627 freiwillige Organspender.

Also woher kommen die vielen Organe in der VR China dann? Diese Frage bleibt von Seiten der chinesischen Experten unbeantwortet.

 

In den meisten westlichen Ländern erhält der Patient, vor einer Organtransplantation, Einzelheiten über die Herkunft des Organs. Davon abgesehen, beträgt die Wartezeit für ein Organ ein bis zwei Jahre oder sogar noch länger.

In China hingegen beträgt die Wartezeit ein bis zwei Wochen, wenn Du eins ihrer Krankenhäuser für eine Organtransplantation anrufst.

Sie machen Werbung, dass ihre Organtransplantationen sehr sicher seien, mit einer kurzen Wartezeit, einem vernünftigeren Preis als in den meisten westlichen Ländern, und dass ihnen erfahrene Ärzte mit fünf bis zehn Jahren Erfahrung in der Organtransplantation zur Verfügung stehen.

Chinesische Ärzte mit einem gesunden Menschenverstand müssten wissen, woher die Organe stammen. Sie tun einfach so, als würden sie es nicht wissen, weil sie die Wahrheit und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, nicht wahrhaben wollen und ihre Verantwortung leugnen.

Wenn sie es nicht wissen, tragen sie die Verantwortung dafür, es in Erfahrung zu bringen. Doch die Informationen die mittlerweile der Öffentlichkeit zugänglich sind, sind eindeutig: Sie nehmen im Verborgenen Organe von denjenigen, deren Glauben nicht der Lehre der kommunistischen Partei entspricht. Die meisten Opfer sind Falun Gong Praktizierende. Dafür gibt es mittlerweile zahlreiche Indizien. Mittlerweile gibt es mehrere Veröffentlichungen in renommierten medizinischen Zeitschriften mit den staatlichen Zahlen Chinas, und auch die jährlichen chinesischen Arbeitsberichte geben die Anzahl der durchgeführten Organtransplantationen wieder.

In einem Militärkrankenhaus in Peking, das in einem westlichen Vorort Pekings liegt und Krankenhaus 309 genannt wird, wurde 2002 eine zentrale Stelle für Organtransplantationen eingerichtet. Seitdem war es für drei Jahre das Krankenhaus Nummer eins für Nieren- und Lebertransplantationen.

 

Der Direktor des Forschungszentrums für Organtransplantationen, Professor Shi Binyi, nahm an dem Internationalen Transplantationskongress in Hongkong ebenfalls teil. Er zeigte sich sehr überheblich bezüglich den Fragen über die Herkunft der Organe angesichts der vielen Transplantationen.

Die Aufrüstung des Krankenhauses 309 mit einem Organtransplantations-Team von 231 Ärzten und Forschern stand unter seiner Führung. Einer ihrer Berichte des Kongresses stellte dar, wie betriebsam sie bei der Durchführung von so vielen Transplantationen waren.

Im Mai 2008 hatten sie in einer Nacht 12 Nierentransplantationen „geschafft“ und in einer anderen Nacht im Dezember 2012 waren es 13 Nierentransplantationen. Die Ho Leung Ho Lee Stiftung berichtet, dass eine Nierentransplantation ungefähr einen dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt erfordert, aber in China muss man nur eine Woche bleiben.

 

 

Der Chef der Operations-Abteilung des Krankenhauses, Qian Yong, hat bis 2013 2.000 Nierentransplantationen durchgeführt. Ein anderer Facharzt, Shi Binyi, hat über 2.130 Nierentransplantationen vollzogen. Das ist nur ein Krankenhaus und zwei von seinen Transplantationschirurgen. Mit so einer hohen Anzahl an Organtransplantationen erzielen sie einen enormen Gewinn, wenn sie die Organe von Gefangenen entnehmen.

Denk einmal darüber nach, wenn Du auf eine Organtransplantation angewiesen bist und im Nachhinein herausfindest, dass das Organ von einem unschuldigen Menschen, einem Glaubens-Gefangenen, stammt, könntest du damit leben?

Wenn Du meinst, dass Du eine Organtransplantation brauchst und Dich dafür entscheidest nach China oder in ein anderes asiatisches Land zu gehen, dann hast Du die moralische Verpflichtung herauszufinden, woher die Organe stammen.

 

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