Eine ansteckende Krankheit verbreitet sich in China

18-02-2017 05:10:26 Autor:   Elisabeth Wang Kategorien:   China , Gesellschaft , Entdeckungen , Ernährung

Die gefürchtete Vogelgrippe breitet sich aus, ohne dass China Verhütungsvorkehrungen trifft. Bild: Hühnerfarm in Hubei Xiangyang

Anfang des Jahres 2017 hat sich die Vogelgrippe H7N9 rasant weiterverbreitet . Nach offiziellen Statistiken traten im Januar dieses Jahres 192 Infektionen mit der Vogelgrippe H7N9 bei Menschen auf; im Vergleich dazu waren es 106 Infektionsfälle im Dezember letzten Jahres. Solche Informationen sollen zum Nachdenken und Handeln anstoßen. China´s Führung dagegen verschweigt solche Probleme und trifft auch keine Verhütungsmaßnahmen.

Bleibt aber die Alarmierung und Aufklärung aus, dann sind den ansteckenden Krankheiten Tür und Tor geöffnet.  Zur Zeit verbreitet sich die Infektionskrankheit H7N9 still in China aus und hat bereits seit Anfang dieses Jahres zunehmende Ausmaße angenommen. 

 Die Vogelgrippe H7N9 ist eine Viruserkrankunge der Vögel, die insbesondere bei Hühnervögeln vorkommt und setzt sich aus dem  Avian Influenza (AI), Influenza A Virus Subtyp, Hemagglutinin und Neuraminidase zusammen. Nun gilt das Influenza-A-Virus H7N9 bei Hühnervögeln selbst als ungefährlich (Quelle: Wikipedia). Beim Geflieder zeigen sich keine Krankheitssymptome, so dass die Infektions-Verbreitung unbemerkt erfolgt. 

Normalerweise ist diese Infektionskrankheit auch für den Menschen und zwar im Anfangsstadium nicht gefährlich. Sie läßt sich schon medizinisch behandeln und eindämmen. Wird sie jedoch durch Ansteckung unbemerkt weitergegeben, weil die Bevölkerung nicht informiert wird, so kommt es leicht zur automatischen Verbreitung im ganzen Land.  

Fachleute warnen die Menschen zur Vorsicht mit dem Umgang von lebenden Hühnern. Es soll ein großer Abstand zum Geflieder eingehalten werden. Alle Geflieder-Arten sollen vor dem Essen gut gekocht und bis mindestens 70 Grad erhitzt werden. 

Eine Variante des Virus, H5N1, führte vor ca. fünf Jahren in China zu Infektionen, die auch vom Tier auf den Menschen übertragen wurde. Schon damals sprach man von der Geflügelpest. Vor knapp zehn Jahren hatte der Grippe-Erreger auch Deutschland erreicht. Er wurde erst bei toten Wildvögeln und dann bei Katzen nachgewiesen. Die Befürchtung war damals groß, dass der Virus von Mensch zu Mensch springt.

Nun könnte die Volksrepublik China vor einer verheerenden Pandemie stehen, wenn die ständige Zirkulation der Infektionsviren nicht abgebrochen wird. Die lokalen Vogelgrippeviren vermischen sich auch noch mit neuen Viren, so das ein erhöhtes Infektions-Potenzial mit unvorhersehbaren und besorgniserregenden Folgen entstehen kann. Die Grippewelle könnte die ganze Welt erfassen und ein Schreckensszenario auslösen. 

Nach den Daten der Weltgesundheitsorganisation gab es in China in den letzten 4 Jahren schon mehr als ca. 1000 H7N9-Partienten. Die Todesrate beträgt 39%. Letzte Woche sind plötzlich 75 Menschen an diesem Virus gestorben. Die Anzahl der Toten infolge dieser Infektionskrankheit ist innerhalb eines Monats um das vier Fache gestiegen und entspricht einer Spitzenquote. Die chinesische Regierung würde gut daran tun, dieses Problem und dessen Abwehrmöglichkeiten öffentlich zu machen.

Auch ausländische Unternehmen, die in China angesiedelt sind, und die Touristen sollten vor dem Verzehr von Hühnerfleisch gewarnt sein und die Symptome einer schweren Lungenentzündung ernst nehmen. Gegen die neue Virenkombination H7N9 gibt es noch keine spezielle Impfung. In einem frühen Stadium kann die Grippe vom Typ A mit  Neuraminidase-Hemmer behandelt werden. Da das Heilungsrisiko noch groß ist, ist die Devise Vorsicht ist besser als Nachsicht umso wichtiger.

 

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