Camu Camu Beeren – die Superbeeren erobern Europa

11-03-2017 05:40:46 Autor:   Gastautorin Melanie Zacheres Kategorien:   Forschung , Ernährung

 Die kleine orange-rote Camu Camu Beere, botanischer Name: Myraciaria dubia, gehört der Familie der Myrtengewächse (Myrtacerae) an und ist im Amazonas- Regenwald beheimatet. Ihr hoher Anteil an Vitamin-C-hat sie als Superfood berühmt gemacht. 

Superfoods sind zwar derzeit der Modebegriff der Ernährungsbranche schlecht hin. Häufig werden dabei Lebensmittel gehypt, nur um diese als Pulver, in Form von Kapseln oder Tinkturen in den folgenden Monaten kommerziell höherpreisiger verkaufen zu können. 

Doch die Inhaltsstoffe der Camu Camu Beere übertreffen die kommerziellen Versprechungen. Rund 2 bis 3 Gramm Vitamin C steckt in 100 Gramm dieser Beeren aus dem westlichen Amazonasgebiet. Das entspricht laut goodsuperfood.net rund 3500 % des täglich empfohlenen Bedarfs an Ascorbinsäure, wie Wissenschaftler das gesunde Vitamin C auch nennen. Oder anders formuliert: 100 Gramm Camu Camu enthält genauso viel Vitamin C wie ganze 40 Orangen. Das ist der höchste Gehalt an natürlichem Vitamin C, der bis jetzt in einer Frucht festgestellt wurde. Dann beinhaltet sie zehnmal so viel Eisen, dreimal so viel Niacin, doppelt so viel Riboflavin und 50 Prozent mehr Phosphor. wie Orangen und Zitrusfrüchte. Außerdem ist sie reich an Betacarotin, Kalium, Kalzium, Bioflavonoiden, Antioxidantien und Aminosäuren. Sie birgt auch Polyphenole, die in unserem Organismus als Radikalfänger arbeiten und den oxidativen Stress minimieren. Daneben gibt es noch Mineralstoffe, Proteine und Ballaststoffe. So wirkt diese Superfrucht antioxidativ, adstringierend, beruhigend und ist noch wohlschmeckend. 

 

Informationsgraphik von Melanie Zacheres

Noch vor 10 Jahren waren die Camu Camu Beeren in Deutschland nur Hobby-Botanikern und Lebensmittelwissenschaftlern ein Begriff. Heute gelangen sie auf der Superfood-Welle in den Magen der euopäischen Verbraucher. Wahrscheinlich dauert es nicht mehr all zu lange, bis auch die ersten Lutschpastillen und Halsschmerztabletten aus Camu Camu Extrakt eingeführt werden. Die indigene Bevölkerung Südamerikas nutzt diese Frucht bereits seit Jahrhunderten als Medizin, setzt sie gegen Herpes simplex, Gürtelrose und Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus ein und verwendet sie auch als Haartonikum, mit dem der Spliss beseitigt und dem Haar Glanz, Kraft, Vitalität und eine seidige Struktur verliehen wird. 

Camu Camu zählt zu den essenziellen Nährstoffen, kurbelt als Antioxidans das Immunsystem an, schützt das Nervensystem, die Zellen und die DNS, verhindert krebsverursachende Genmutationen, wirkt also antimutagen und antigentoxisch, bekämpft Infektionskrankheiten und chronische Erkrankungen, ist also antiviral, tötet als Antiseptikum Bakterien, hilft gegen Geschwüre und Zahnfleischentzündungen, lindert entzündliche Prozesse wie Rheumatismus, unterstützt die Kollagenbildung in den Gelenken, repariert Knorpel, Bänder sowie Sehnen, schützt vor Leberkrankheiten, erbessert die Sehkraft und senkt den Blutdruck. Die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Camu Camu Frucht werden für die Funktion der Muskeln und bei der Prävention der Arteriosklerose eingesetzt, indem die Bildung der Plaques in den Arterien verhindert wird. Auch vermag diese Frucht die geistige Leistung zu steigern und wirkt antidepressiv. 

Wahrscheinlich kann man sie nun als die gesündeste Frucht der Welt bezeichnen. Selbst die Schale ist aufgrund dem natürlichen Lebensmittelfarbstoff Anthocyanin nützlich.

 

 

 

 

 

 

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