Der Jasmintee und die Dankbarkeit der Fee

24-08-2017 09:39:32 Autor:   Wen Zhai Kategorien:   Traditionelle Kultur , Unterhaltung , Legenden , Ernährung

Der Jasmin-Tee als "der Frühlingsduft aus China" ist eine Mischung aus Teeblättern und frischen Jasminblüten. (Bild: pixabay / CC0 1.0)

Der Jasmin-Tee (茉莉花 茶) heißt auch "der Frühlingsduft aus China" und ist eine Mischung aus Teeblättern und frischen Jasminblüten. Diese Kombination ergänzt sich gegenseitig und kommt im duftenden Tee voll zur Geltung. Nach einer chinesischen Tee-Legende wurde der Jasmin-Tee vor langer Zeit von einem Pekinger Teehändler, Chen Guqiu, entdeckt.

An einem Wintertag lud Chen einen Teemeister aus dem Norden ein, um seine beliebtesten Tees zu probieren. Als sie an den Tees nippten und ihre Qualität besprachen, erinnerte sich Chen an eine besondere ungeöffnete Tee-Packung, die ihm von einer jungen Dame aus dem Süden gegeben worden war. Er beschloss, diesen Tee für den Meister als nächstes zu brauen.

Schon der Duft des dampfenden Tees, als er mit kochendem Wasser aufgegossen wurde, rüttelte den Meister auf.  Aus dem aufsteigenden Dampf entstand ein Bild von einem schönen Mädchen. Es hielt ein Büschel Jasmin in den Händen. Auf einmal verschwand das Bild und nur der Dampf blieb.

 

                                                             Nach einer chinesischen Tee-Legende wurde der Jasmin-Tee vor langer Zeit von einem                                                          Pekinger Teehändler, Chen Guqiu, salonfähig gemacht. (Image: pixabay / CC0.1.0)

Nichts ahnend von der bezaubernden Vision fragte Chen den Tee-Meister nach seiner Beurteilung. Der Meister lächelte und sagte: „Mein Freund, dieser Tee ist konkurrenzlos. Es gibt nichts besseres. Er heißt "Dankbarkeit der Fee". Ich habe nur davon gehört. Jetzt habe ich es endlich selbst gesehen. Wer hat Dir diesen Tee gegeben?“

Chen begann seine Geschichte zu erzählen. Er traf ein Mädchen, als er nach Süden reiste, um Tee zu kaufen. Das Mädchen war armselig. Sie sagte ihm, dass ihr Vater verstorben sei, und sie hatte kein Geld für eine Beerdigung. Chen empfand Mitleid mit ihr und gab ihr etwas Geld. Auf ihren Wunsch organisierte er auch ihre Nachbarn ihr zu helfen, damit sie im Haus ihrer Verwandten bleiben konnte.

Drei Jahre später, als Chen im Frühjahr wieder nach Süden ging, lieferte der Gastwirt im Namen des Mädchens, dem er geholfen hatte, eine Packung Tee aus. Bis jetzt hatte er das Teepaket  nicht geöffnet und wusste nicht, dass es so gut war.

Der Meister fragte: „Aber warum hält sie Jasmin?“ Als sie den Tee wieder nachgossen, erschien das Mädchen wieder und hielt Jasmin in den Händen. Während sie den Tee genossen, erkannte Chen plötzlich: „Meiner Meinung nach ist dies ein Hinweis von der Tee-Elfe, dass wir Teeblätter mit Jasmin kombinieren können.“

In den folgenden Jahren verbreitete sich die Kombination von Tee mit Jasminblüten bei den Teeliebhabern. Der angenehme und anziehende Duft wurde von den Menschen im Norden geliebt und begrüßt, und so wurde der Jasmintee geschaffen.

 

Übersetzt aus dem Englischen von maria aus der Familie betke

http://www.visiontimes.com/2017/08/18/chinese-tea-legend-jasmine-tea-and-the-gratitude-fairy.html

 

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