Wie ehrlich bin ich selbst?

30-10-2017 11:15:59 Autor:   maria : betke Kategorien:   Menschen , Kultur , Mystery , Leben , Gesellschaft

Augustinus, der heilige Bischof von Hippo, war ein großer Kirchenlehrer. (Bild von maria: betke)

Eine Frage, die eigentlich kaum jemand an sich selber stellt, aber den anderen Menschen ins Visier nimmt, ist die nach der Ehrlichkeit. Wie ernst nehme ich denn die Wahrheit? Kann ich für sie eintreten oder bin ich so schwach und lasse mich korrumpieren? Geht es bei uns in der Gesellschaft nicht darum, eine gute Postition um jeden Preis zu wahren bzw. zu erhöhen und mehr zu scheinen als man ist? Beim Aspekt Reichtum ist es offensichtlich: Je mehr materiellen Wohlstand jemand präsentieren kann, desto höheres Ansehen ist ihm garantiert und darin zu baden steigert sein Selbstwertgefühl. Dafür machen Menschen vieles, selbst wenn es gegen die guten Sitten verstößt. Wie abhängig ist demnach das Wohlgefühl des Menschen von der Akzeptanz bis hin zur Bewunderung von anderen? Die Entwicklungen solcher Abhängigkeit sind bekannt: Täuschungen, Intrigen, Lügen, Betrug, Korruption, Aufhetzung gegen andere, Kriege. Die Gier nach Macht und Reichtum gedeiht vor allem da und auch in versteckter Form, wo die Menschen mehr auf Äußerlichkeiten achten als auf menschenwürdige Grundwerte, wie Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Respekt, Harmonie, u.s.w.

 

"Lieber mit der Wahrheit fallen, als mit der Lüge siegen".

Was will uns der selbstlose Spruch von dem heiligen Bischof und weisen Philosophen Augustus sagen? In unserer Gesellschaft wird es als schädlich und deshalb als dumm angesehen, wenn jemand auf die Möglichkeit einer potenziellen Vorteilsnahme zugunsten eines anderen verzichtet. Macht jemand einen Fehler, dann wird dieser vertuscht und sogar anderen in die Schuhe geschoben. Um das Image einer Organisation, einer Firma oder eines Amtes zu wahren, wird der Whistleblower als Nestbeschmutzer betrachtet und muss unauffällig beseitigt werden. Der Begriff Nestbeschmutzer wurde in diesem Zusammenhang geboren und zeigt das Niveau der pervertierten Moral. Geht die Gesellschaft den Weg der Lüge, dann muss sie immer weiter lügen. Die Wahrheit wird bereits unbewußt geopfert. 

Gott sei Dank, gibt es aber noch Menschen, die Mut für die Wahrheit beweisen. Sie spüren dabei, dass es sich lohnt, ehrlich zu sein, auch wenn sie deswegen Nachteile erleiden müssen. Wer sich für hohe Werte einsetzt, der kann im Inneren von sich behaupten, dass er ein guter Mensch ist. Dieses Gefühl ist ein erhabenes Gefühl und macht den großen Abstand zu den schlechten Menschen deutlich. Es ist das Wissen um des kosmischen Grundsatzes, dass das Gute mit Gutem und das Böse mit Bösem vergolten wird. Dieser gewichtige Grundsatz hebt die Moral des Herzens und vermag den Menschen zum edlen Menschen zu verwandeln. 

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